Der Pflugherrenhof

Unser Hof liegt im Allgäu, im schönen Weitnauer Tal, auf einer Höhe von 800m üNN.



Wir sind ein typischer Allgäuer Familienbetrieb und bewirtschaften ca. 45 ha Dauergrünland.

Bis zum August 2006 bestand unser Haupterwerb aus der Milchwirtschaft. Wir hatten 45 Milchkühe mit der entsprechenden Nachzucht. Der politisch gewollte Strukturwandel in der Landwirtschaft , setzt aber gerade die kleinstrukturierten Allgäuer Familienbetriebe unter Druck. Meistens besteht keine Möglichkeit für ein wirtschaftliches Wachstum. Die Kosten (Diesel, Zukauffuttermittel, u.s.w.) sind in den letzten Jahren fast explosionsartig gestiegen im Gegensatz dazu ist der Milchauszahlungspreis stetig gesunken.

Um die Zukunft unseres Hofes zu sichern, weiterhin im Haupterwerb davon leben zu können und auch der nächsten Generation einen attraktiven Betrieb zu erhalten, haben wir 2005 beschlossen aus der Milchwirtschaft auszusteigen.

Wir haben uns für den Bau einer Biogasanlage entschieden. Dafür gab es mehrere Gründe:

  • das EEG
  • die Außenwirtschaft bleibt bestehen
  • die fachlichen Voraussetzungen
  • sinkende Arbeitsbelastung
  • Umweltbewußtsein
  • steigende Energiepreise
  • finanzielle Flexzibilität

Die Biogasanlage ist im August 2006 in Betrieb gegangen, die letzten Kühe haben den Betrieb im Februar 2007 verlassen.

Ach so, warum heißt der Hof "Pflugherrenhof"?

Im Allgäu war es früher üblich der Hofstelle einen Namen zu geben. Damals lebten die Menschen hier vom Flachsanbau wofür der Boden gepflügt werden mußte. Es ist davon auszugehen, das der damalige Hofbesitzer für seine Nachbarn gepflügt beziehungsweise den Pflug zur Verfügung gestellt hat. Daher "Pflugherrenhof".Einer unserer Nachbarn heißt zum Beispiel "Guggenbühler", was bedeutet "Kuckt vom Berg".

Für alle die es interessiert:

Das Allgäu, so wie wir es heute kennen, mit saftigen Weiden und grasenden Kühen, gibt es erst seit ca. 170 Jahren. Damals wurde der Flachsanbau, durch die immer mehr an Bedeutung gewinnende Baumwolle, unrentabel. Die Menschen verloren ihr Einkommen. Die Milchwirtschaft und Sennerei hat Karl Hirnbein in's Allgäu gebracht und es damit "grün" gemacht.

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