Tagebuch der Biogasanlage

August 13

Ende Juli konnten wir die Biogasanlage wieder langsam hochfahren. Jetzt, Ende August läuft sie wieder mit 85 %  ihrer Leistung. Das neue Rührwerk funktioniert sehr gut.

Juli 13

Nachdem wir alles Mögliche ausprobiert haben, es aber zu keiner Besserung geführt hat, blieb nur die Möglichkeit, das sich im Fermenter eine Schlammschicht abgelagert hat.
Also haben wir ab Juni die Fütterung zurückgefahren und versucht durch einen Rührmixer die Schichten zu verrühren.

Nach 10 Stunden und mit 100 m³ kaltem Wasser war es dann auch gelungen, allerdings stand dann auch fest, dass der Schlamm heraus muss.
Nach einigen Wochen haben wir den flüssigen Anteil in den Nachgärer und  in den Güllegruben gepumpt.
Dann kam ein Saugbagger und hat in 15 Stunden den Fermenter leer gemacht.

Als erstes wurde der Schlamm in den zylindrischen Behälter gepumt ...

.... mit einem Miniradlader im Fermenter zusammengeschoben...

und anschließend ...

... auf einen Kipper geladen.

Es waren ca. 200 m³ Schlamm im Fermenter .

Um dieses Problem für die Zukunft zu vermeiden, haben wir beschlossen ein weiteres Rührwerk einzubauen.
Ein stehendes Paddelrührwerk, welches Sink- und Schwimmschichten verhindern soll. Der Schwimmer hält das obere Paddel immer in der richtigen Höhe.
Das Bild wurde im Fermenter aufgenommen, unten sieht man das Kernbohrungsstück vom neuen Rührwerk, die drei Rohre an der Wand - das ist die Fermenterheizung, links im oberen Drittel sieht man das Suma Stabrührwerk.


Mai 13

Seit  Anfang des Jahres haben wir Probleme mit Schwimmschichten im Fermenter. Dadurch ist die Gasproduktion eingeschränkt und damit auch der Stromertrag. Seit zwei Monaten setzen wir ein Zusatzmittel ein.

September 12

Zwischen mitte Juli und Anfang September haben wie die Anlage ohne Mais gefahren. Wie man sehr gut an den Daten sehen kann, ist der Stromertrag bei gleicher Menge rückläufig gewesen.

Juni 2012

Monatlich können wir zwischen 40 und 50 MWh Wärme zur EGW liefern.
Wir sind für 3 Jahre Testanlage für das lfl Freising. Es soll herausgefunden werden, ob eine Biogasanlage mit 100 % Grassilage wirtschaftlich arbeiten kann.

Mai 2012

Seit 29. April liefern wir die Wärme zum Heizkraftwerk.

April 2012

Ende diesen Monates, hoffen wir unsere Wärme in das Netz der EGW eG einspeisen zu können.

März 2012

Durch einen "Kolbenfressers" des noch recht neuen Austauschmotors, hat die Anlage wieder eine Nacht und einen Tag gestanden.

Oktober 2011

Die Stopfschnecke ist defekt. Wir haben uns eine ausgeliehen und hoffen dass unsere repariert werden kann.

Juni 2011

Die Sanierung des Mischers ist erforderlich. Von innen wird er mit Ederstahl ausgekleidet und eine neue Mischerschnecke mit Messern bekommt er auch.



Einen Austauschmotor haben wir auch bestellt. Fünf Tage bevor er eingebaut werden sollte, hat der alte seinen Geist aufgegeben. Fünf Tage Gas abfackeln.

Gasfackel tagGasfackel nacht

Zwei Tage hat es gedauert den Motor auszutauschen

Motor altMotor neu

Austauschmotor mit AWT

Austauschmotor mit Abgaswärmetauscher

Oktober 2010

Das Steinmehl hat keine Wirkung gezeigt. Der erste Schnitt (bildet meistens Schwimmschichten) ist jetzt aber verfüttert so dass sich das Problem von alleine lösen wird.

September 2010

Wegen den Schwimmschichten setzen wir Steinmehl zu. Allerdings bis jetzt ohne Wirkung. Der Anlasser mußte ausgewechselt werden.

August 2010

Es musste mal wieder der Turbolader ausgewechselt werden.

Juni 2010

Nach wie vor Schwimmschichten, die sich jetzt auch auf die Leistung niederschlagen.

Mai 2010

Bildung von Schwimmschichten im Fermenter, die bis jetzt aber ohne Auswirkungen bleiben.

April 2010

Wegen den Netzschwankungen sind durch das AÜW Messungen vorgenommen worden. Auch unser Hausnetz wurde überprüft. Leider ohne Ergebniss.

März 2010

Der Turbolader mußte wieder ausgewechselt werden.

Februar 2010

Durch Netzschwankungen schaltet der Generator aus Sicherheitsgründen immer wieder ab. Im Extremfall muß die Anlage manuell alle halbe Stunde neu gestartet werden. (Sehr lästig Nachts und am frühen Morgen.) 

Januar 2010

Positives Umweltgutachten für den Güllebonus.

Dezember 2009

Mitte Dezember haben wir angefangen geschrotetes Weizen mit einzusetzen. Wir wollen die Menge bis zum Ende des Monats auf 300 kg steigern um damit Grassilage einzusparen.

September 2009

In den Hauptfermenter wurde ein zweites Rührwerk eingebaut.

August 2009

Ohne Probleme

Juli 2009

So langsam erholt sich die Anlage.

Juni 2009

Durch Futterumstellung Ende Mai, am Beginn des Monats 25% weniger Leistung. Dann mußten wir auch noch das neue Grassilo aufmachen um genug Futter zu haben. Leider war es noch nicht ganz durchgegoren. Das hat den Bakterien nicht gut getan.

Mai 2009

26. Neztausfall in Weitnau. Die Anlage steht für fast 1 1/2 Stunden.

April 2009

Der Turbolader macht wieder Probleme. An warmen Tagen ist Volllastbetrieb nicht möglich. Ein neuer Turbolader ist nicht von heute auf morgen zu haben. Mittlerweile warten wir schon eine Woche. Am 29. wurde der Turbolader getauscht.

März 2009

Nach wie vor Netzschwankungen.

Februar 2009

Durch Stromschwankungen im Netz wird unserer Anlage immer mal wieder vom Netz geschaltet. Sie muß dann von Hand wieder gestartet werden.

Januar 2009

Ohne Probleme.

Dezember 2008

Am 1. Dezember fällt Abends das Rührwerk vom Fermenter aus. Erst sah es so aus als wenn die Steuerung defekt ist. Am nächsten Tag hat sich dann herausgestellt, dass es doch am Schütz gelegen ist.

November 2008

Die eingesetzte Gülle lag im November bei 35 %.

Oktober 2008

14.10. Rührwerk vom Fermenter läuft nicht mehr, es war wieder der Sanfanlauf defekt.

*Im Januar 2009 tritt das neue EEG 2009 in Kraft. Unter anderen wird die Verwertung von Gülle in einer Biogasanlage, mit dem sogenannten Güllebonus gefördert. Wenn mindestens 30 Massegewichtsprozent vom Gesamtinput aus Gülle kommt, kann man den Bonus erhalten. Die Gülle wird dabei in Tonnen angegeben, dadurch ist unser Input für diesen Monat sehr hoch im Gegensatz zum erzeugten Strom. Wir haben 56 % Gülle eingesetzt und dadurch auch weniger Strom erzeugt.

September 2008

15.09. Rührwerk vom Fermenter läuft nicht mehr. Der Sanftanlauf war defekt.

August 2008

30.08. Spindel der Stopfschnecke bricht wieder. Es wurde eine neue verstärkte Schnecke eingebaut. Die Anlage konnte 6 Stunden nicht gefüttert werden.

Juli 2008

2.Juli: nach Ölwechsel bekommt Bernhard den Motor nicht mehr zum laufen. 20 Stunden steht der Motor. Der Turbolader wurde ausgetauscht.

Juni 2008

Volllast ist nicht möglich und es liegt nicht daran das zu wenig Gas da wäre. Der biologische Proßess ist stabil. Warscheinlich verabschiedet sich nach über 15.000 Betriebsstunden der Turbolader. Der fallende Ladedruck in den letzten Wochen läßt das vermuten.

Mai 2008

Ohne Probleme.

April 2008

Ohne Probleme im Volllastbetrieb.

März 2008

Anfang März bricht die Stopfschnecke. Die Anlage bekommt knapp 20 Stunden kein Futter.

abgedrehte Schnecke

Februar 2008

Sie läuft ohne Probleme im Volllastbetrieb.

Januar 2008

Seit Mitte Januar läuft die Anlage wieder Volllast. Wir hatten kein biologisches Problem, sondern ein Machanisches. Die Waage die die input Materialien wiegt, zeigt etwa 25 % weniger an, d.h statt 6 to pro Tag waren es nur 4,5 to und damit kann man natürlich nicht Volllast erreichen.

Dezember 2007

Das Gasleck wurde gefunden und beseitigt.

Leider erreicht die Anlage nach wie vor nicht ihre max. Leistung. Wir vermuten ein Problem beim Vergärungsprozeß und versuchen es mit mehr Gülle zu beheben.

Seit Anfang des Monats ist ein Nachbarhaus mit an unser Nahwärmenetz angeschlossen.

November 2007

Ausbringung der Gärreste (Substrat) auf den Felder. Das führt zu einer Absenkung des Füllstandes im Nachgärer bis auf knapp 2 m. Dadurch vergrößert sich das Gasvolumen und der Motor kommt immer mal wieder zum Stehen. Das bedeutet auch, das die Auslastung des BHKW kurzzeitig auf bis zu 70% sinkt.

Trotz guter Fütterung der Anlage, guten Gaswerten und sehr guten Laborergebnissen vom untersuchten Substrat erreicht die Anlage nicht ihre Leistung. Wir vermuten ein Gasleckt, welches gefunden und beseitigt werden muß.

Oktober 2007

Anfang Oktober hatten wir Probleme mit unseren Motor. Die Zylinderkopfdichtung war defekt. Das führte zum Kühlwasserverlust und damit auch zum Leistungsverlust. Die Reparatur selbst hat 10 Stunden Stillstand bedeutet.

Einige Tage später, Ausfall des 30 kW Mischermotors. Dadurch war eine Fütterung der Anlage nicht mehr möglich. Nach zwei Tagen war der Schaden behoben und wir konnten wieder mit der Fütterung beginnen. Aus diesem Defekt resultieren auch die schlechten Werte für den Monat Oktober.